Fragmente eines toten Sohnes

Inhalt

 

Fragmente eines toten Sohnes - ein Monolog an der Himmelspforte.

 

Ein Mann findet sich in einem leerem Raum in einer Interviewsituation wieder. Dort beginnt er ein Gespräch mit einer Stimme aus dem Off. Was jedoch wie eine harmlose Befragung nach der Wanderung am letzten Tag, den er mit seinem Vater erlebt hat, beginnt, wird immer mehr zu einer Erinnerungsfahrt durch das eigene Leben. Im Stück wird eine Vater-Sohn-Beziehung verhandelt als teils bewusste, teils unbewusste Verstrickung zweier Leben. Was dem Vater gelang, blieb dem Sohn verwehrt. Doch so sehr sich der Sohn durch Rationalität und Abgeklärtheit um Objektivität bemüht, bleibt es immer sein eigenes subbjektives Empfinden als Sohn, das ihn den Vater als Gegensatz oder Umkehrung seiner Selbst wahrnehmen lässt.  Obwohl sich also die beiden Lebensläufe grundlegend unterscheiden, weisen sie Parallelen auf, die erst durch das Hinabsinken in psychische Tiefen offenbart werden. Eloquenz und Tiefsinn des Sohnes täuschen oft über ein nagendes Selbstwertgefühl hinweg, das tief unter der Oberfläche sein eigenes Erleben bestimmt. Die unterschiedlichen Lebensentwürfe von Vater und Sohn werden so nicht nur durch äußere Umstände bestimmt, sie bedingen sich auch gegenseitig. Das Trauma des einen strukturiert das Leben des anderen. Was im Laufe des Stückes zu Tage tritt, ist, dass die Klarheit, mit der der Sohn sein eigenes und das Leben seines Vaters erfasst, letztlich nicht zur finalen Erkenntnis führt. Bewusstsein allein verhilft einem nicht zur erstrebten Glückseligkeit, ist eine Grundthese des Textes. Vor allem aber wird die Frage verhandelt, inwieweit das eigene Glück vom Empfinden derer abhängt, die vor einem waren.

Produktion ausstehend